Silber kaufen: Mehrwertsteuer und Differenzbesteuerung erklärt
Anlagegold ist mehrwertsteuerfrei, Silber nicht. Deshalb startest du beim Silberkauf mit einem deutlichen Minus – und solltest wissen, wie die Steuer berechnet wird.
Regelbesteuerung: 19 %
Silberbarren und viele Münzen werden in Deutschland mit vollen 19 % Mehrwertsteuer verkauft. Beim Rückverkauf an den Händler bekommst du die Steuer nicht zurück. Allein dadurch muss der Silberpreis um rund 19 % steigen, bevor du überhaupt beim Ankaufspreis wieder auf null bist – Aufgeld und Spread noch nicht eingerechnet.
Differenzbesteuerung (§ 25a UStG)
Münzen, die Händler aus dem Nicht-EU-Ausland importieren (z. B. Maple Leaf aus Kanada), werden oft differenzbesteuert verkauft. Dabei fällt die Mehrwertsteuer nur auf die Marge des Händlers an, nicht auf den gesamten Preis. Das Ergebnis: ein spürbar niedrigerer Endpreis. Im Shop steht dann „differenzbesteuert“ oder „MwSt. nicht ausweisbar“.
Was ist mit Silberbarren?
Silberbarren sind praktisch immer regelbesteuert. Pro Gramm sind sie trotzdem oft konkurrenzfähig, weil das Aufgeld eines 1-kg-Barrens niedrig ist. Vergleiche hier wirklich den Grammpreis.
Lohnt sich Silber dann überhaupt?
Als langfristige Beimischung kann es sinnvoll sein – Silber schwankt stärker als Gold. Für kurze Zeiträume ist es wegen der Steuer meist ein Verlustgeschäft. Der Rechner zeigt dir den Break-even für dein Budget.
Stand: . Keine Steuer- oder Anlageberatung.